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Sommerfest 2008

Bericht der Waiblinger Kreiszeitung vom Mo. 26. Mai 2008:

Hohenacker in Hochstimmung
Vier Tage Sport- und Sommerfest unter dem Motto "60 Jahre Handball"
Von unserem Redaktionsmitglied Andreas Kölbl

Waiblingen-Hohenacker.
Sie rennen, gaigeln, kicken, tanzen - und vor allem spielen sie Handball. Sport- und Sommerfest, das sind alljährlich vier Tage Hochstimmung in Hohenacker. Es gibt nichts im Ort, was publikumsträchtiger wäre. Beim Jubiläum "60 Jahre Handball in Hohenacker"taten auch die Pfingstferien dem Andrang kaum Abbruch.

Ob ausgelassen im Stehen - oder etwas gesetzter: Handballfans feierngemeinsam.


Bild: Steinemann
Schon 60 Jahre Handball? Das nimmt wunder. Feiert doch der SSV Hohenacker, für den die Mannschaften auflaufen, erst in zwei Jahren sein 50-jähriges Bestehen. Doch Hohenacker Sportexperten wissen natürlich, der Sport- und Schützenverein hat eine Vorgeschichte. Ursprünglich spielten die Pioniere des Handballsports im Ort unter dem Dach des Gesang- und Turnvereins GTV. 1948, also vor 60 Jahren, wurde dort eine Handballabteilung ins Leben gerufen. Schon zwei Jahre später wurden die Männer Kreismeister auf dem Großfeld. Aber auf Dauer vertrugen sich Handballer und GTVler nicht so recht. Die Handballer schlossen sich stattdessen den Schützen an, so dass aus dem damaligen SV der heutige SSV hervorging.

Schon seit Jahrzehnten also spielt der Handball im Ort eine große Rolle. Mit 380 Mitgliedern stellt er die größte Abteilung im Verein, der insgesamt 950 Mitglieder zählt. Ideelle und finanzielle Unterstützung bekommt er vom Förderverein, der das Sport-und Sommerfest veranstaltet. Auch dies fing zunächst bescheiden an, wuchs aber über die Jahrzehnte zum mit Abstand größten Fez im Flecken heran.

Mindestens sechs Ehen gehen auf das Fest zurück

Bernd F. Müller, langjähriger Vorsitzender, erinnert sich daran,

wie die auswärtigen Spieler in der Halle übernachteten. Für die Handballer aus Lübbenau in der damaligen DDR musste der SSV seinerzeit sogar einmal einen Ausreiseantrag stellen - bis das Team beim nächsten Turnier nach Öffnung der Mauer frei reisen durfte. Viele solcher Kontakte verlieren sich im Lauf der Jahre wieder, manche freilich hielten: „Ich kann mindestens sechs Ehen aufzählen, die aus dem Sommerfest entstanden sind.“ Jedenfalls galt’s, für die sportlichen Gäste Frühstück im Festzelt zu servieren und für ihre Unterhaltung an den Abenden zu sorgen. So kam die Musik zum Sport- und Sommerfest. Heute ist sie fester Bestandteil, wenn nicht gar Höhepunkt.

Von der befürchteten Pfingstferienflaute war insbesondere am Freitagabend nichts zu spüren. Die "Auenwälder" sorgten wie gewohnt für gute Laune bei Jung und Alt - zum Einstieg mehr mit Schlager und Volkstümlichem, zu fortgeschrittener Stunde dann mit Rock und Pop. "Kaum zu glauben, da kamen immer noch mehr Leute ins Zelt", staunten die Veranstalter.
Was Wunder, waren die Feschtles-Alternativen an diesem Wochenende doch längst nicht so überreichlich gesät wie so oft: „Die Daheimgeblieben“, glaubt Bernd F. Müller, "haben dieses Fest gesucht." Eine neue Band hatten die Macher für den Samstagabend angeheuert. "Purple Sun"kamen auf ausdrückliches Bitten der

aktiven SSV-Handballer, welche die Combo beim Pfingstturnier bereits in Oberstenfeld erlebt hatten. Bei aller Partylaune verliert der Förderverein den eigentlichen
Zweck nicht aus den Augen: die Unterstützung des Handballsports. So helfen bei Auf- und Abbau alle zusammen, so wie’s sein muss: Spieler, Mitglieder des Fördervereins und Eltern der Nachwuchs-Handballer. Zehn Tage harte Arbeit bedeuten diese vier Tage Fest.

So läuft’s beim SSV ganz im Sinne des Grußworts des Abteilungsvorsitzenden Ulrich Nefzer in der kleinen 60-Jahre-Festbroschüre: "Ein Miteinander zwischen Jung und Alt - wenn es auch manchmal Reibereien gab und gibt, so ist es doch immer wieder schön zu sehen, dass es nur gemeinsam funktionieren kann." Sein Dank galt dabei nicht zuletzt den "unzähligen Helfern im Hintergrund, die nicht mehr aktiv ins Spielgeschehen eingreifen, aber teilweise aktiver sind als jemals zuvor". Der Sport führe die Generationen zusammen - "auf dass wir gegenseitig voneinander lernen können".